Von den Anfängen, alles Käse – und wie man eine Pizza auch ohne Tomatensoße genießen kann

MoinMoin,

heute Morgen bin ich bei Vogelgezwitscher erwacht :) Dazu muss ich mir doch nochmal vor Augen halten: es ist Ende Oktober, eigentlich sollten die süßen kleinen Piepmätze sich schon mal eine warme Unterkunft suchen. Aber es ist so fantastisches Wetter im Moment dass ich glatt verstehen kann wenn die kleinen Vögelchen einfach nur glücklich piepsen möchten. Würd ich auch machen, wenn ich nicht arbeiten müsste ;)

Inspiriert von diesem Wetter ist mir gerade spontan nach einem Herbstspaziergang – nur dass sich die Temperaturen nach Feierabend auch gleich schon wieder von einer ganz anderen Seite zeigen. Ich hab mal versucht, das für euch einzufangen. Jaja, ich gebe zu, der Charme des Industriegebietes kommt bei dem Foto aus meinem Bürofenster doch noch ganz schön zu tragen :D Aber immerhin, ich sehe Himmel und einige Bäume – das ist doch schon mal was ;)

Herbsttraum

Ich habe übrigens kürzlich ein Quilt/Patchwork-Kurs mit einer guten Freundin belegt und beim anschließenden  „AufDenAktuellenStandBringen“ hat sie mir von einer Freundin erzählt, die offenbar grade mitten in der Eliminierungs-Diät ist, um Ihre Migräne hinter sich zu lassen und hoffentlich mit einer histaminarmen Ernährung eine Lösung für sich zu finden. ich erinnere mich noch sehr genau an die Anfangszeit. Ich war total desillusioniert und habe gedacht ich dürfte und könnte überhaupt nichts mehr essen. Das fand ich alles total furchtbar. Aber bitte halt durch – ich weiß ja dass Sie dir den Link zum Blog gegeben hat, darum hier ein paar Tipps und hoffentlich Mut machende Worte von mir. Es sieht alles am Anfang schlimmer aus, als es ist. Zugegeben, ich vermisse einige Sache immer noch, habe aber mittlerweile sehr gute Alternativen für mich gefunden. Und wenn die Diagnose klar ist, lässt man auch gerne Lebensmittel weg, weil man weiß dass es einem dann endlich besser geht.

Ein kleines Beispiel ist Käse. Ich liiieeeebeeee extra alten Gouda! in Holland auf dem Markt habe ich mir liebend gerne diese kleinen Dosen mit Bruchstückchen geholt und die während der Stadtbummel geschnuckert. Je mehr knusprige Kristalle drin sind, desto toller! Dass das kein wirklich gutes Ende genommen hat könnt ihr euch denken. Selbiges gilt übrigens für Schimmelkäse. Blauschimmel – köstlich!!! Aber auch da geb ich mir mittlerweile höchstens eine halbe Stunde nach Verzehr bevor die ersten Symptome eintreten – daher gönn ich mir den Spaß erst gar nicht. Früher gab es häufiger mal Käseplatte mit Obst, und da ich danach immer Probleme hatte, habe ich erst gedacht ich könnte gar kein Käse mehr vertragen. Mittlerweile weiß ich, dass ich einige Sorten doch ganz gut vertrage – und auch die können wirklich lecker sein. Junger Gouda zum Beispiel geht problemlos, ebenso frischer, ungereifter Brie/Weichkäse. und die Käseplatten werden mittlerweile wieder angepasst ;-)

Kürzlich zum Beispiel gab es Ofenkäse mit frischen Kartoffeln und Avocadocreme.

Dafür kaufe ich nicht den „Ofenkäse“ sondern normalen Weichkäse in einer Holzschachtel. Dabei achte ich darauf, dass er noch möglichst fest und somit nur leicht gereift ist. Der Käse wird dann noch mit frischen Knoblauchzehen (in Scheiben geschnitten) gespickt und kommt dann ab in den Ofen. Wer mag und das verträgt kann noch einen kleinen Schuss Weißwein oben auf geben. Nach 30 Minuten auf 180-200Grad ist der Käse verzehrfertig und die Kartoffeln in der Regel auch schon fertig. Da ich Avocados ebenfalls sehr sehr gerne esse und diese auch sehr gut vertrage, gab es dazu eine Guacamole.

Ofenkäse

Ein einfaches, schnelles Essen, was nach der ersten Anlaufphase einfach mal ausgetestet werden kann.

Und die Avocado findet sich auch in unserem Essen von gestern Abend wieder.

Was ich immer noch wirklich vermisse sind Tomaten. Das habe ich – ähnlich wie bei meiner Käsevorliebe – nun leider schmerzlich feststellen müssen: Tomaten gehen bei mir einfach nicht. Aber so eine schlichte, leckere Pizza, wie soll denn die bitte ohne Tomaten gehen?? Ich habe diese Paprikamark-Tuben für mich entdeckt. Die enthalten immer noch ein bisschen Tomatenmark, sind von der Konzentration aber dennoch recht gut verträglich. Alternativ kann man natürlich Paprika-Ketchup selber machen. Für die Soße haben wir gestern jedenfalls Creme Fraiche mit diesem Paprikamark genommen und auf den für knapp 10 Minuten vorgebackenen Teig gegeben. Dann haben wir die Pizza belegt. Ich finde man erkennt recht gut, welche Seite nicht die meine ist J Das hat auch den Vorteil, dass ich meiner Frau nichts weg essen kann – da ist sie auf der sicheren Seite ;-) Thunfisch, Tomaten und eingelegte Artischocken – ich schätze ich würde grade mal 10 Minuten aufrecht sitzen, dann würde es mich umhauen.

Pizza

Stattdessen habe ich mich lieber an Altbewährtes gehalten und meine Seite mit Avocado und Mango belegt. Lecker :D

So, und jetzt genieße ich noch ein wenig den Sonnenschein, der hier auf meinen Schreibtisch fällt, bevor meine Mittagspause auch schon wieder vorbei ist.

Ich hoffe, ich konnte euch mal wieder ein paar Anregungen geben und freue mich schon auf den nächsten post – vielleicht schon mit tollen neuen Nachrichten.

Viele Grüße und viel Spaß beim kochen und backen

eure PeggyDoo