Manchmal muss halt mal Schokolade her – und das geht jetzt sogar ganz ohne Schokolade

MoinMoin und liebe Grüße aus dem komplett verregneten Hamburg!

Die goldenen Herbst-Tage scheinen vergangen und der Herbst-Wahnsinn scheint uns eingeholt zu haben. Nun denn, dann kommt der Regenschirm halt wieder als fester Bestandteil ins Auto!

Passend zum Wetter kamen die Gelüste nach einer schönen heißen Tasse Kakao! Geht, ist aber leider nicht empfehlenswert. Ich bekomme innerhalb kürzester Zeit Kopfschmerzen von Schokolade, egal in welcher Form. Ob Kakao, Tafelschokolade oder der gute leckere Brotaufstrich mit den ach so gesunden Inhaltsstoffen, die man eigentlich garnicht alle wissen möchte. Aber ein Leben ohne Schokolade??? Ich sage euch: schön ist anders! Also muss eine Alternative her, denn die Herbst- und Winterabende fangen ja jetzt erst an – und unabhängig davon gibt es nun mal Tage im Monat, an denen Frau Schokolade einfach griffbereit haben sollte. Also zumindest in unserem Haushalt ;)

Dabei ist weiße Schokolade für mich leider ebenso ein Problem wie Dunkle – klar, denn die Kakaobutter ist ja in beiden Varianten enthalten. Und da ich besonders gerne dunkle Schokolade mit möglichst hohem Kakao-Anteil esse, wird die Sache nicht einfacher.

Aber woher soll man eine Schokolade ohne Kakao oder Kakaobutter zaubern? Das geht doch gar nicht :(

Dann bin ich über Carob gestolpert, angeblich DIE Alternative für alle, die keine Schoki vertragen, und dabei auch noch gesünder. Klingt fantastisch, warum ist mir das noch nicht früher aufgefallen? Carob, bzw. Carobpulver ist die gemahlene Frucht des Affenbrot-Baumes und in guten Reformhäusern oder Bio-Supermärkten in verschiedenen Formen zu erhalten: als Pulver, als Brotaufstrich oder Schokolade.  Also bin ich am Freitag erst mal in den Bio-Laden meiner Wahl und habe mir den Brotaufstrich und  Getränkepulver geholt. Schokoladen-Tafeln waren leider aus.

Zu Hause angekommen der erste Dämpfer meiner Euphorie. Der Brotaufstrich (sowie nach Internet-Recherche auch die Schokoladentafeln) enthalten Sojamehl, womit ich vom Regen in die Traufe kommen würde.  Also für mich wohl ein Fehlkauf.  Das Pulver ist allerdings ohne Zugaben, so dass ich das erst mal fröhlich in einen schönen heißen Becher Milch eingerührt habe und mich auf einen herbstlichen Kakao-Genuß gefreut habe :)
Das Pulver löst sich nur schwer auf, es bleiben eine Menge Pulver-Kügelchen. Optisch ist das ganze etwas mehr Rost-Rot-Braun, und da ich keine Ahnung von der Intensität hatte, habe ich erst mal nur vorsichtig einen Löffel Pulver verwendet. Die Freude war groß, endlich wieder Kakao trinken!

Und dann der Schock! Das soll wie Kakao schmecken?? BAH!! Mitnichten! Das hat mit Schokolade oder Kakao aber so gar nichts gemeinsam!! Bitter, muffig und irgendiwe undefinierbar.
Meine Frau hat genauso reagiert – sie hat es dann auch ziemlich genau in Worte gefasst: Pfui deibel!! Das schmeckt ja Sch….!
Da war er, der nächste Dämpfer meiner Euphorie :( Gibt es denn wirklich keinen Ausweg für uns Schokoliebhaber?? Sollte es das tatsählich gewesen sein?

Ich konnte und wollte das einfach nicht glauben, und habe daher den Brotaufstrich wenigstens mal gekostet. Und siehe da: der schmeckt eigentlich ganz gut. Naja, nicht wirklich nach Schokolade, aber dennoch ganz lecker. Wenn der jetzt ohne Sojamehl wäre, wäre er gar nicht soooo schlecht.
Aber das ist ja machbar – da nimmt man halt das Pulver und zaubert sich selber einen Aufstrich – das werde ich demnächst mal in die Tat umsetzen – natürlich gibts dann noch einen Post für euch! Offensichtlich ist die Intensität/Menge des Pulvers ausschlaggebend, denn der Aufstrich ist fast schwarz, wohin gegen die Milch kaum leicht gebräunt war. Es steht also auch noch eine mutige Getränke-Probe an, wenn ich mehr Pulver nehme – vielleicht schmeckt’s dann ja auch als Getränk ;)

Und „Schokolade“ ist somit auch wieder in greifbarer Nähe – wenn der Aufstrich irgendwie schmeckt, dann muss das doch auch in Tafelform gehen.  Und das habe ich dann auch direkt getestet. Dafür habe ich Kokosfett geschmolzen und Carob-Pulver, sowie ein Süßungsmittel (in meinem Fall Stevia) untergerührt, auf ein Backpapier gestrichen und auskühlen lassen.  Auf einen kleinen Bereich habe ich ein paar Erdnüsse gestreut, weil ich austesten wollte, ob das auch mit Zugaben funktioniert.

Carob-SchokoladeEs geht also auch ohne Sojamehl – nur Kokosfett und Carobpulver – für die süßeren von uns dann noch ein Süßungsmittel der eigenen Wahl. UND: es schmeckt :) Ich bin begeistert!! Herb, leicht süßlich und eine gehörige Portion Malz melden da die Geschmacksknospen. Garnicht so übel :D Das lässt sich wiederum bestimmt nach Belieben inverschiedene Geschmacksrichtungen umwandeln, Vanille kommt mir spontan in den Sinn :)

Fazit
Carob kann wirklich gut schmecken, auch wenn es eines bestimmt nicht tut: nach Schokolade schmecken! Man kann sich Brotaufstrich und „Schokoladen“-Tafeln zaubern, um den süßen Hunger zwischendurch  zu stillen. Aallerdings darf man wirklich keine Wunder erwarten: Schokolade bleibt Schokolade und Carob halt Carob. Das ist in meinen Augen etwas völlig anderes.
Dennoch: auf jeden Fall einen Versuch wert – und mit ein wenig Mut gewöhn ich mich vielleicht sogar an ein Carob-Getränk, auch wenn mir das nach dem ersten Versuch unwahrscheinlich erscheint ;)

Ich wünsche viel Freude beim Nachmachen!
Eure PeggyDoo

Von den Anfängen, alles Käse – und wie man eine Pizza auch ohne Tomatensoße genießen kann

MoinMoin,

heute Morgen bin ich bei Vogelgezwitscher erwacht :) Dazu muss ich mir doch nochmal vor Augen halten: es ist Ende Oktober, eigentlich sollten die süßen kleinen Piepmätze sich schon mal eine warme Unterkunft suchen. Aber es ist so fantastisches Wetter im Moment dass ich glatt verstehen kann wenn die kleinen Vögelchen einfach nur glücklich piepsen möchten. Würd ich auch machen, wenn ich nicht arbeiten müsste ;)

Inspiriert von diesem Wetter ist mir gerade spontan nach einem Herbstspaziergang – nur dass sich die Temperaturen nach Feierabend auch gleich schon wieder von einer ganz anderen Seite zeigen. Ich hab mal versucht, das für euch einzufangen. Jaja, ich gebe zu, der Charme des Industriegebietes kommt bei dem Foto aus meinem Bürofenster doch noch ganz schön zu tragen :D Aber immerhin, ich sehe Himmel und einige Bäume – das ist doch schon mal was ;)

Herbsttraum

Ich habe übrigens kürzlich ein Quilt/Patchwork-Kurs mit einer guten Freundin belegt und beim anschließenden  „AufDenAktuellenStandBringen“ hat sie mir von einer Freundin erzählt, die offenbar grade mitten in der Eliminierungs-Diät ist, um Ihre Migräne hinter sich zu lassen und hoffentlich mit einer histaminarmen Ernährung eine Lösung für sich zu finden. ich erinnere mich noch sehr genau an die Anfangszeit. Ich war total desillusioniert und habe gedacht ich dürfte und könnte überhaupt nichts mehr essen. Das fand ich alles total furchtbar. Aber bitte halt durch – ich weiß ja dass Sie dir den Link zum Blog gegeben hat, darum hier ein paar Tipps und hoffentlich Mut machende Worte von mir. Es sieht alles am Anfang schlimmer aus, als es ist. Zugegeben, ich vermisse einige Sache immer noch, habe aber mittlerweile sehr gute Alternativen für mich gefunden. Und wenn die Diagnose klar ist, lässt man auch gerne Lebensmittel weg, weil man weiß dass es einem dann endlich besser geht.

Ein kleines Beispiel ist Käse. Ich liiieeeebeeee extra alten Gouda! in Holland auf dem Markt habe ich mir liebend gerne diese kleinen Dosen mit Bruchstückchen geholt und die während der Stadtbummel geschnuckert. Je mehr knusprige Kristalle drin sind, desto toller! Dass das kein wirklich gutes Ende genommen hat könnt ihr euch denken. Selbiges gilt übrigens für Schimmelkäse. Blauschimmel – köstlich!!! Aber auch da geb ich mir mittlerweile höchstens eine halbe Stunde nach Verzehr bevor die ersten Symptome eintreten – daher gönn ich mir den Spaß erst gar nicht. Früher gab es häufiger mal Käseplatte mit Obst, und da ich danach immer Probleme hatte, habe ich erst gedacht ich könnte gar kein Käse mehr vertragen. Mittlerweile weiß ich, dass ich einige Sorten doch ganz gut vertrage – und auch die können wirklich lecker sein. Junger Gouda zum Beispiel geht problemlos, ebenso frischer, ungereifter Brie/Weichkäse. und die Käseplatten werden mittlerweile wieder angepasst ;-)

Kürzlich zum Beispiel gab es Ofenkäse mit frischen Kartoffeln und Avocadocreme.

Dafür kaufe ich nicht den „Ofenkäse“ sondern normalen Weichkäse in einer Holzschachtel. Dabei achte ich darauf, dass er noch möglichst fest und somit nur leicht gereift ist. Der Käse wird dann noch mit frischen Knoblauchzehen (in Scheiben geschnitten) gespickt und kommt dann ab in den Ofen. Wer mag und das verträgt kann noch einen kleinen Schuss Weißwein oben auf geben. Nach 30 Minuten auf 180-200Grad ist der Käse verzehrfertig und die Kartoffeln in der Regel auch schon fertig. Da ich Avocados ebenfalls sehr sehr gerne esse und diese auch sehr gut vertrage, gab es dazu eine Guacamole.

Ofenkäse

Ein einfaches, schnelles Essen, was nach der ersten Anlaufphase einfach mal ausgetestet werden kann.

Und die Avocado findet sich auch in unserem Essen von gestern Abend wieder.

Was ich immer noch wirklich vermisse sind Tomaten. Das habe ich – ähnlich wie bei meiner Käsevorliebe – nun leider schmerzlich feststellen müssen: Tomaten gehen bei mir einfach nicht. Aber so eine schlichte, leckere Pizza, wie soll denn die bitte ohne Tomaten gehen?? Ich habe diese Paprikamark-Tuben für mich entdeckt. Die enthalten immer noch ein bisschen Tomatenmark, sind von der Konzentration aber dennoch recht gut verträglich. Alternativ kann man natürlich Paprika-Ketchup selber machen. Für die Soße haben wir gestern jedenfalls Creme Fraiche mit diesem Paprikamark genommen und auf den für knapp 10 Minuten vorgebackenen Teig gegeben. Dann haben wir die Pizza belegt. Ich finde man erkennt recht gut, welche Seite nicht die meine ist J Das hat auch den Vorteil, dass ich meiner Frau nichts weg essen kann – da ist sie auf der sicheren Seite ;-) Thunfisch, Tomaten und eingelegte Artischocken – ich schätze ich würde grade mal 10 Minuten aufrecht sitzen, dann würde es mich umhauen.

Pizza

Stattdessen habe ich mich lieber an Altbewährtes gehalten und meine Seite mit Avocado und Mango belegt. Lecker :D

So, und jetzt genieße ich noch ein wenig den Sonnenschein, der hier auf meinen Schreibtisch fällt, bevor meine Mittagspause auch schon wieder vorbei ist.

Ich hoffe, ich konnte euch mal wieder ein paar Anregungen geben und freue mich schon auf den nächsten post – vielleicht schon mit tollen neuen Nachrichten.

Viele Grüße und viel Spaß beim kochen und backen

eure PeggyDoo

Ganz viele, große Neuigkeiten – und warum die Torte anders wurde als geplant

MoinMoin,

heute beschränke ich mich mal nicht auf histamintaugliche Rezepte, da ich als Trauzeugin für die Verpflegung der Gäste zuständig war, und das in voller Vielfalt und vollem Umfang gewährleisten wollte. Dazu als Hintergrundinformation: meine liebe Freundin, die ich seit der Schulzeit kenne, hat geheiratet. und das nicht zu Hause bei sich, sondern hier im schönen Hamburg. Ganz klar, dass ich den Tag zu etwas besonderem machen wollte – was er ja eh schon ist, aber ich wollte halt ein kleines Stückchen dazu beitragen.

Also habe ich tatsächlich schon Wochen vorher mein kleines Köpfchen zermürbt, was ich denn bloß alles kochen und backen kann, damit auch die Verpflegung für alle perfekt wird. Es muss also von jedem etwas dabei sein. Und weil zwischen Standesamt und Essen am Abend einige Stunden Zeit waren, um zum einen das schöne Hamburg zu besichtigen oder zum anderen – mich eingeschlossen – mit dem Brautpaar auf Foto-Tournee zu gehen, musste auch alles mobil und in kleinen Portionen vorliegen.
Heraus gekommen ist folgendes: Für die Hamburg Touristen gab es eine Lunch-Tüte, die

- ein kleines Rührküchlein (mit Herzchen innen)
- zwei Sandwiches
- zwei Corn Dogs (Würstchen im Teigmantel)
- zwei CakePops
- 2 Pikkoloflaschen Hugo

enthielten. Für das Brautpaar inkl. uns Trauzeugen und Fotografen gab es selbige Köstlichkeiten, nur in einem großen Picknick-Korb verpackt.  Dazu selbstgemachte Zitronen-Ingwer-Limo, Hugo, Wasser und Wein. Aber eigentlich hätten ein bis zwei Thermoskannen Kaffee gereicht – die hatte ich leider vergessen :(

Wie dem auch sei: ihr könnt euch vorstellen dass ich ein Weilchen beschäftigt war und mir sogar einen Tag frei nehmen musste, um das alles zu schaffen. Aber die Krönung der ganzen Sache war natürlich die Torte. Da lege ich immer einen ganz besonderen Ehrgeiz an den Tag – zumindest für meine Nicht-Konditor-Verhältnisse ;)
da wir nur eine kleine runde waren, sollte es nur eine Einstöckige sein, dafür aber klassisch.  Eigentlich wollte ich Sie mit zuckerspitze verzieren, die ich extra in England bestellt habe – daraus ist aber leider nichts geworden. Also musste eine Alternative her, und ich habe Fondant eingefärbt und daraus Verzierungen geformt. Nicht perfekt, aber durchaus vorzeigbar ;) Ihr könnt ja schauen, was dabei heraus gekommen ist:
Hochzeitstorte-1 Hochzeitstorte-2 Hochzeitstorte-3
Dazu muss ich sagen: ich mag es überhaupt nicht, wenn Torten so furchtbar süß und fett sind. Besonders da ich wusste, dass wir den Abend über sitzen und hervorragend essen werden  habe ich mich mit der Creme zurück gehalten und auch kein Marzipan, sondern Fondant genommen.  Und es kam wie befürchtet: eigentlich waren wir alle papp satt als die Torte serviert wurde :D Aber ein klitzekleines Stück haben wir dann doch noch alle gegessen :)

Auch ohne Hochzeit kann ich das Restaurant, in dem wir gegessen haben, übrigens sehr empfehlen. Für alle, die einen Abstecher nach Hamburg machen: schaut doch mal im Tschebull vorbei. Das Restaurant ist direkt in der Innenstadt im Levantehaus, bietet österreichische Küche vom Feinsten und der Service lässt nichts zu wünschen übrig. Auf jeden Fall einen Besuch wert!

Und um dieses tolle Wochenende noch zu krönen, gab es zur tollen Hochzeit noch eine ganz besonders schöne Nachricht für uns. Wir konnten den Mietvertrag für eine neue Wohnung unterschrieben, besser gesagt für eine Doppelhaus-Hälfte mit Garten. Ein Garten!!!! Und das in Hamburg!! Ihr Lieben, Hamburg ist wunderschön grün, und an jeder Ecke ist ein Park, der zum verweilen einlädt, aber so ein kleiner, eigener Garten ist schon etwas Besonderes – zumal ich jedes Mal, wenn ich auf Heimbesuch war, neidvoll wieder zurück komme. In der Regel mit einer riesen Zucchini oder ähnlichem im Gepäck. Das wird in Zukunft dann anders! Wir werden unsere eigenen Zucchini, Tomaten und Salate ziehen und damit wundervolle Gerichte zaubern! Darauf dürft ihr euch schon mal freuen – wir tun es zumindest schon!

Und wir werden eine Menge Ruhe haben: keine großen Straßen oder Busparkplätze oder Kloster, die sonntags ab 9 Uhr in einem durch läuten. Das wird ein ganz neues Schlaf-Erlebnis ;-) Hach, was wird das schön werden!

Und den anstehenden Umzugsstress werden wir bestimmt auch prima wuppen – zumindest bin ich noch ganz guter Dinge ;-)

So, das waren eine Menge Neuigkeiten, und jetzt werde ich mich mal wieder auf die neuen Rezepte konzentrieren, die ich für euch zaubern kann. Bestimmt fällt mir noch einiges ein!

Liebe Grüße
Eure PeggyDoo