Vom Bangen und Hoffen auf ein Ja – und zum Durchhalten gab es Tartes

MoinMoin,

der Herbst kam plötzlich mit riesen Schritten angerannt und hat sich nieder gelassen. Besonders nachts und morgens ist es schon bitterböse Kalt. Dabei bin ich doch so ein Sonnenkind. Und als bekennende Nicht-Frühaufsteherin vereinfacht mir das nicht gerade den Start in den Tag. L Aber momentan schwirren mir auch noch andere Dinge im Kopf. Mit fehlt ein klares und lautes Ja zum neuen Glück! Nicht von meiner Frau – da haben wir ja bereits die Ringe ausgetauscht. Aber seit geraumer Zeit spielen wir mit dem Gedanken, umzuziehen. Ich würde gerne ins Grüne, am liebsten weiter raus. Meine Frau hat auch nichts gegen Grün, aber die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel darf nicht fehlen.

Da wir aber eine schöne Wohnung haben, war das bisher immer ein Gedanke, der noch nicht so recht in die Tat umgesetzt wurde. Wir haben zwar immer mal wieder geschaut und auch schon schöne Sachen gesehen, aber sind noch nie aktiv geworden. Und dann passierte es: ein Haus, aus heiterem Himmel – zur MIETE!!! Und das in Hamburg!! Im Grünen, perfekte Anbindung Dank U-Bahn in direkter Nähe. Und obwohl wir schon einige Anzeigen gesehen haben die mindestens ebenso toll klangen und keine Maklercourtage angefallen wäre, wollten wir dieses Schmuckstück doch gerne sehen.

Also habe ich direkt beim Makler angerufen und einen Termin vereinbart. Und wie befürchtet mussten wir uns eingestehen: ja, wir wollen. Wir wollen sogar richtig dolle!! Ein ganz klares, laute JA! Aber natürlich sind wir nicht die einzigen, die wollen. Also heißt es geduldig sein und hoffen, dass wir in guter und sympathischer Erinnerung geblieben sind. Und wir dem Vermieter empfohlen werden, damit wir ebenfalls ein JA bekommen. Aber das sagt sich so einfach. Denn zu wissen, dass man in Konkurrenz mit X weiteren Personen steht und nichts für seinen Erfolg tun kann, ist wirklich gemein – besonders wenn man einmal dieses kleine, schmucke Häuschen gesehen hat. Erwähnte ich schon dass ich dazu neige, mich auf etwas zu versteifen, dass ich unbedingt haben möchte?? Da werden Minuten zu Stunden, Stunden zu Tagen und Tage zu Wochen. Ich warte also schon gefühlt mind. Einen Monat auf eine Rückmeldung des Maklers und starre ununterbrochen auf mein Handy. Ganz schön anstrengend auf Dauer :(

Aber um die Zeit dennoch irgendwie rum zu bekommen, hatten wir einige Unterstützung: Familienbesuch aus dem Pott, meiner alten Heimat :D Da wurde viel unternommen, und das war auch gut so! Denn ansonsten wäre ich versucht gewesen, täglich beim Makler anzurufen :D

So wurde gekocht und gebacken und geschlendert und geshoppt was das Zeug hielt – du meine Güte, war das teuer :O Aber auch schön!

Aber um mal in die Küche zurück zu kommen: meine ganz großen Favoriten momentan sind Quiches und Tartes – die versüßen die Wartezeit! Zwei davon gab es diese Woche alleine aus der „Lust auf Genuß“ September. Bei der Kürbis-Quiche von gestern Abend war es allerdings schon so dunkel, dass ich kaum ein vernünftiges Foto zustande gebracht habe. Euch muss daher leider ein kleiner Eindruck genügen – Rezept folgt im nächsten Post ;-)

Aber was ich sagen kann ist folgendes: Lecker ! Auf jeden Fall nachmachen!

Schaut selbst:

 

FeigenTarte2 FeigenTrate-1

Feigen-Tarte (mit oder ohne Schinken) – etwas abgewandelt ;)

100 Gramm Mascarpone
2 Eigelb
100 Gramm saure Sahne
1 Pr. Meersalz
1 Pr. Pfeffer (ich vertrage weißen sehr gut)
5 frische Feigen
½ Bund Thymian (ich habe 2 TL Getrockneten bekommen, da ich keinen frischen bekommen habe)
3 TL flüssiger Honig
Saft von ½ Orange
Schinken nach Geschmack und Verträglichkeit
300 Gramm Filo-/Yufka-Teigblätter (ich habe Blätterteig genommen da ich keinen Filoteig mehr bekommen habe)
6 EL Pinienkerne

Den Ofen bei Ober-/Unterhitze auf 220Grad vorheizen.
Die Quicheform einfetten und mit dem Teig auslegen. Wer Filo-Teig nutzt, sollte wahrscheinlich mind. 5-6 Lagen nutzen, bei Blätterteig ist das nicht ganz so schwer ;) Dann Mascarpone, Eigelb, saure Sahne, Thymian (bei frischem nur die Blätter), Meersalz und Pfeffer im TM für 30Sek./St. 3 verrühren und auf dem Teig verteilen.

Die Feigen waschen und Kopf/Spitze abschneiden. Dann in ca. 1cm dicke Scheiben schneiden und auf der Masse verteilen. Den Orangensaft mit dem Honig für 1 Min/St. 3/50 Grad rühren und auf die Feigen tröpfeln (wenn noch etwas übrig ist schmeckt das auch hervorragend, wenn man es nach dem Backen noch drüber träufelt).

Anschließend die Pinienkerne großzügig verteilen und je nach Geschmack noch Thymian drüber streuen. Dann ab in den Ofen und etwa 20-25Min backen. Nach dem Backen kann dann – für alle die es mögen und vertragen – noch Schicken auf die heiße Tarte gelegt werden. Köstlich!!!

Die Kürbis-Quiche mit Schafskäse liefer ich dann noch nach! Berichtet mal ob es euch geschmeckt hat!

Und drückt bitte ganz dolle die Daumen, dass wir ein JA bekommen für das kleine Traumhäuschen!

Liebe Grüße
Eure PegyDoo