Von Malzbierbot und Hühnerbrühe – wie man immer mal wieder was übersieht, aber auch Erfolge feiert

MoinMoin,

der Spätsommer hat uns nochmal eingeholt und zeigt sich hier in Hamburg von seiner schönsten Seite. Angenehm warm und sonnig. Das hat dazu geführt, dass wir den gestrigen Tag in vollen Zügen genießen konnten und viel unterwegs waren.

Die Glücksmarie hat uns glücklich gemacht – mich durch ganz bezaubernde Masking Tapes, unsere Freundin, die zu Besuch war, durch einen lang gesuchten Stoff für eine Krabbeldecke. Dann ging es weiter in die Schanze zu “Hallo Frau Nachbar”, der für dieses Jahr zum letzten vor der Winterpause stattgefunden hat. Das ist ein gemütlicher, kleiner Kreativmarkt, der besonders durch seine Lage besticht. Ich bin nämlich ein großer Freund des “Alten Mädchen”, und man kann einen Marktbesuch dort hervorragend mit einem Getränk und einer leckeren Stulle verbinden. Leider wird das ab nächstes Jahr in dieser Form wohl nicht mehr möglich sein, da die Fläche zu klein wird für all die interessierten Aussteller. Schade, meiner Meinung nach macht unter anderem dieser kleine Hof den Charme dieses Marktes aus.
Und zu guter Letzt gab es nach einer leckeren Kugel Eis noch ein Besuch bei den Wohngeschwistern, er mir ein wunderschönes Bonbonglas beschert hat. Das wird demnächst mit Leckereien aus dem Thermomix gefüllt – ich habe da schon ein paar Ideen ;)
Zu Hause angekommen waren wir noch so im Aktivismus, dass wir gleich die Vorratskammer und Küchenschränke aufgeräumt haben :D Es gibt schon verrückte Tage – ich glaube das gute Wetter war ausschlaggebend für diese kreative Laune. Und natürlich musste auch noch was aus dem Thermomix gezaubert werden.

Da die Frühstücksbrötchen fast alle verputzt waren, habe ich beschlossen, für Sonntag ein Brot zu backen. Ich bin im Blog von „Hamburger Liebe“ über ein Rezept gestolpert, das ich sehr ansprechend fand und unbedingt ausprobieren wollte. Also ran an das Gerät und direkt  umgesetzt.

Der Teig hatte eine doch recht schmierige Konsistenz, aber das hat mich nicht abgeschreckt. Und herausgekommen ist ein Brot, das sich sehen lassen kann!

Malzbierbrot
Erst im Nachhinein habe ich mir überlegt, warum kleine Alarmglocken schrillen wenn ich über Malzbier nachdenke. Ich trinke das sonst nicht, weil mir das viel zu süß ist – aber Zucker ist gar nicht so viel drin. Und damit hatte ich auch schon eine Erklärung: Fermentation :( Schade aber auch… Das letzte Mal, als ich etwas Fermentiertes getrunken habe (Hafermilch aus dem Laden), hatte ich einen Totalausfall – also ist bei dem Brot durchaus Vorsicht geboten – zumindest für Histaminempfindliche. Ich habe trotzdem heute Morgen eine Scheibe probiert und für extrem lecker befunden – die Verträglichkeit ist bei einer Scheibe für mich auch offensichtlich o.k. – dennoch werde ich Vorsicht walten lassen. Also Obacht für alle, die bei Histamin aufpassen müssen – für alle anderen gilt: ausprobieren, auch wenn man kein Malzbier mag (oder gerade dann) – es schmeckt wirklich fantastisch.

Anschliessend habe ich noch Suppengrundstock für Hühnerbrühe gemacht. Das ist immer wieder ein Ereignis, das mich wirklich glücklich macht. Und dabei so einfach.

Habt ihr mal auf die Inhaltsstoffe eines normalen Brühwürfels oder von Brühpulver geschaut?? Ich nenne jetzt mal keine Namen, aber die Marke mit den 2 G’s ist der vorprogrammierte Totalausfall für alle, die unter einer Histaminintoleranz leiden. Böser geht es kaum. Auch in vielen Bio-Produkten, bei denen man ja erst mal nichts Böses erwartet, sind häufig fiese Dinge versteckt, die auch für Menschen ohne Intoleranzen nicht gerade empfehlenswert sind. Vor dem Thermomix habe ich mir mit Salz und Pfeffer ausgeholfen und es ging auch irgendwie, aber ein bisschen vermisst habe ich die Würze natürlich trotzdem. Jetzt mache ich mir die Brühwürfel einfach selber, weiß genau was drin ist und vertage sie prima :) Und mit der entsprechenden Lagerung hat man auch mit Histaminintoleranz sehr lange was davon :)
Ihr könnt nach folgendem Rezept gehen, und bei starken Problemen mit Weißwein diesen einfach durch Wasser ersetzen. Ich variiere auch immer ein wenig bei den Kräutern und Gewürzen, aber das ist Geschmackssache.

Hühnerbrühpaste

Anschliessend fülle ich die Masse nicht, wie vorgeschlagen, in Gläser, sondern in eine große, flache Dose, die ich einfrieren kann, und packe diese direkt nach einer kurzen Abkühlungsphase in die Gefriertruhe. Durch das Salz friert die Masse zwar nicht ein, die Kälte verhindert aber die Produktion von Histamin, so dass man sehr lange etwas von seiner Brühpaste hat :) Ein guter Teelöffel genügt in der Regel für 500g Wasser. Und auch um Soßen den letzten Pfiff zu geben oder andere Gerichte zu würzen ist diese Paste eine große Hilfe.
Das Ganze gibt es natürlich auch noch in der vegetarischen/veganen Version oder in der für Fleischbrühe – wobei ich dabei das Rauchfleisch durch Rinder-Suppenfleisch und den Rotwein durch Weißwein ersetze.

Und da heute Sonntag ist und ich viel Zeit habe, um in der Küche zu werkeln, werde ich gleich noh selbstgemachte Michschnitten zaubern und die Gastgeschenke für Morgen vorbereiten. Ich freue mich schon auf neue Zaubereien aus der Küche, ihr auch?

Liebe Grüße
Eure PeggyDoo

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