Willkommen bei PeggyDoo’s Küchenzaubereien!

Ich freue mich sehr, dass ihr auf meinen Blog gefunden habt!

Seit April 2013 beschäftige ich mich jetzt mit dem Thema “Kochen und Backen”  – hauptsächlich rund um den Thermomix und histaminarm, aber es schleichen sich auch immer wieder Rezepte ein, die ich trotz Histamin wahnsinnig gerne ausprobieren möchte oder die auf dem guten, alten Herd in der Pfanne einfach besser aufgehoben sind ;-)

Viele Rezepte habe ich von nicht histaminfreien Rezepten abgewandelt, sie können also auch gerne wieder original gekocht werden, soweit Tomate, Parmesan und all die leckeren Zutaten kein Problem sind.

Häufig kombiniere ich meine Küchenzaubereien mit Geschichten aus meinem Alltag, und würde mich freuen, wenn euch meine Rezepte und kleinen Geschichten ein wenig Freude bereiten! Falls ja: sagt es weiter ;-)

Liebe Grüße
eure PeggyDoo

Glücklich ohne Kaffee und Gluten? Für mich eine echte Herausforderung!

MoinMoin,

heute wird’s mal wieder etwas theoretisch. Ich überlege ja immer mal wieder, wie es wohl zu meiner Histaminintoleranz gekommen ist und was man dagegen machen kann – besonders, da ich in letzter Zeit vermehrt Probleme mit Nahrungsmitteln hatte, die vorher kein Problem waren.

Man hört auch immer wieder zwei Meinungen. Die einen sagen: das hat man, und damit basta! Die anderen wiederum sind der Meinung, dass man das Thema nach langer Zeit der histaminfreien Ernährung vielleicht auch ad Acta legen und wieder normal essen kann. Was auch immer ich für ein Fall bin wird sich wohl erst in ferner Zukunft zeigen und liegt eh nicht oder kaum in meinem Einfluss.

Viel mehr interessiert mich, woher das ganze Thema überhaupt kam. Und da sehe ich für mich den Ursprung in meiner Schilddrüsenerkrankung. Und ich bilde mir ein, sobald ich diese im Griff habe, wird vielleicht auch das Thema Histamin keine so große Rolle mehr spielen. Wer weiß, vielleicht ist das ja der richtige Ansatz?

Und aktiv wie ich bin habe ich mir gleich Lektüre zugelegt, die mich auf den rechten Weg führen soll. Und der rechte Weg heißt in diesem Fall: glutenfrei, Kaffefrei und optimaler Weise auch milchfrei leben. PUH! als würde die HI nicht schon genug einschränken! Ich, morgens ohne meinen Kaffee?? Das will doch keiner erleben! Und glutenfrei?? Das heißt krümeltrockenes Brot, oder? Von den Milchprodukten mag ich jetzt gar nicht erst anfangen.

Aber mal ehrlich, wenn es einem nicht gut geht, dann probiert man das halt aus, oder? Und nach einer Woche glutenfreier Ernährung und Kaffeeentzug muss ich sagen: mir geht’s prima :)

Ich habe einen Berg glutenfreie Produkte bestellt und werde demnächst dann die guten Reis-, Buchweizen und WasAuchImmer-Mehle frisch im Thermomix mahlen. Das erste Brot ist auch schon gebacken, und es ist saftig und richtig lecker! Ich bin begeistert! Na gut, es gab ein paar Begleiterscheinungen am Anfang. Ich als bekennender Kaffeejunkie hatte mit gehörigen Kopfschmerzen während der ersten Tage zu kämpfen. Mittlerweile weiß ich den guten Roibusch-Tee aber zu schätzen, der neben dem Brennnessel-Tee meine erste Wahl ist.

Damit sinkt auch automatisch mein Milchkonsum, denn eigentlich war ich eine ViiiielMilchMitEtwasKaffee-Trinkerin ;-) Aber auf alle Milchprodukte kann ich im Moment irgendwie noch nicht so recht verzichten. Dafür esse ich viel zu gerne Käse oder gebe einen Schuss Sahne in das Essen. Aber ich finde, ich bin auf einem guten weg! Und wenn das weiter so flutscht, vielleicht kann ich dann ja auch bald über weitere Fortschritte berichten!

Rezepte gibt’s dann auch wieder – nicht nur histaminfrei, sondern dann auch gleich glutenfrei ;-)

Ich bin jedenfalls gespannt!

Eine schöne Herbstzeit wünsche ich euch!

Eure PeggyDoo

Manchmal muss halt mal Schokolade her – und das geht jetzt sogar ganz ohne Schokolade

MoinMoin und liebe Grüße aus dem komplett verregneten Hamburg!

Die goldenen Herbst-Tage scheinen vergangen und der Herbst-Wahnsinn scheint uns eingeholt zu haben. Nun denn, dann kommt der Regenschirm halt wieder als fester Bestandteil ins Auto!

Passend zum Wetter kamen die Gelüste nach einer schönen heißen Tasse Kakao! Geht, ist aber leider nicht empfehlenswert. Ich bekomme innerhalb kürzester Zeit Kopfschmerzen von Schokolade, egal in welcher Form. Ob Kakao, Tafelschokolade oder der gute leckere Brotaufstrich mit den ach so gesunden Inhaltsstoffen, die man eigentlich garnicht alle wissen möchte. Aber ein Leben ohne Schokolade??? Ich sage euch: schön ist anders! Also muss eine Alternative her, denn die Herbst- und Winterabende fangen ja jetzt erst an – und unabhängig davon gibt es nun mal Tage im Monat, an denen Frau Schokolade einfach griffbereit haben sollte. Also zumindest in unserem Haushalt ;)

Dabei ist weiße Schokolade für mich leider ebenso ein Problem wie Dunkle – klar, denn die Kakaobutter ist ja in beiden Varianten enthalten. Und da ich besonders gerne dunkle Schokolade mit möglichst hohem Kakao-Anteil esse, wird die Sache nicht einfacher.

Aber woher soll man eine Schokolade ohne Kakao oder Kakaobutter zaubern? Das geht doch gar nicht :(

Dann bin ich über Carob gestolpert, angeblich DIE Alternative für alle, die keine Schoki vertragen, und dabei auch noch gesünder. Klingt fantastisch, warum ist mir das noch nicht früher aufgefallen? Carob, bzw. Carobpulver ist die gemahlene Frucht des Affenbrot-Baumes und in guten Reformhäusern oder Bio-Supermärkten in verschiedenen Formen zu erhalten: als Pulver, als Brotaufstrich oder Schokolade.  Also bin ich am Freitag erst mal in den Bio-Laden meiner Wahl und habe mir den Brotaufstrich und  Getränkepulver geholt. Schokoladen-Tafeln waren leider aus.

Zu Hause angekommen der erste Dämpfer meiner Euphorie. Der Brotaufstrich (sowie nach Internet-Recherche auch die Schokoladentafeln) enthalten Sojamehl, womit ich vom Regen in die Traufe kommen würde.  Also für mich wohl ein Fehlkauf.  Das Pulver ist allerdings ohne Zugaben, so dass ich das erst mal fröhlich in einen schönen heißen Becher Milch eingerührt habe und mich auf einen herbstlichen Kakao-Genuß gefreut habe :)
Das Pulver löst sich nur schwer auf, es bleiben eine Menge Pulver-Kügelchen. Optisch ist das ganze etwas mehr Rost-Rot-Braun, und da ich keine Ahnung von der Intensität hatte, habe ich erst mal nur vorsichtig einen Löffel Pulver verwendet. Die Freude war groß, endlich wieder Kakao trinken!

Und dann der Schock! Das soll wie Kakao schmecken?? BAH!! Mitnichten! Das hat mit Schokolade oder Kakao aber so gar nichts gemeinsam!! Bitter, muffig und irgendiwe undefinierbar.
Meine Frau hat genauso reagiert – sie hat es dann auch ziemlich genau in Worte gefasst: Pfui deibel!! Das schmeckt ja Sch….!
Da war er, der nächste Dämpfer meiner Euphorie :( Gibt es denn wirklich keinen Ausweg für uns Schokoliebhaber?? Sollte es das tatsählich gewesen sein?

Ich konnte und wollte das einfach nicht glauben, und habe daher den Brotaufstrich wenigstens mal gekostet. Und siehe da: der schmeckt eigentlich ganz gut. Naja, nicht wirklich nach Schokolade, aber dennoch ganz lecker. Wenn der jetzt ohne Sojamehl wäre, wäre er gar nicht soooo schlecht.
Aber das ist ja machbar – da nimmt man halt das Pulver und zaubert sich selber einen Aufstrich – das werde ich demnächst mal in die Tat umsetzen – natürlich gibts dann noch einen Post für euch! Offensichtlich ist die Intensität/Menge des Pulvers ausschlaggebend, denn der Aufstrich ist fast schwarz, wohin gegen die Milch kaum leicht gebräunt war. Es steht also auch noch eine mutige Getränke-Probe an, wenn ich mehr Pulver nehme – vielleicht schmeckt’s dann ja auch als Getränk ;)

Und „Schokolade“ ist somit auch wieder in greifbarer Nähe – wenn der Aufstrich irgendwie schmeckt, dann muss das doch auch in Tafelform gehen.  Und das habe ich dann auch direkt getestet. Dafür habe ich Kokosfett geschmolzen und Carob-Pulver, sowie ein Süßungsmittel (in meinem Fall Stevia) untergerührt, auf ein Backpapier gestrichen und auskühlen lassen.  Auf einen kleinen Bereich habe ich ein paar Erdnüsse gestreut, weil ich austesten wollte, ob das auch mit Zugaben funktioniert.

Carob-SchokoladeEs geht also auch ohne Sojamehl – nur Kokosfett und Carobpulver – für die süßeren von uns dann noch ein Süßungsmittel der eigenen Wahl. UND: es schmeckt :) Ich bin begeistert!! Herb, leicht süßlich und eine gehörige Portion Malz melden da die Geschmacksknospen. Garnicht so übel :D Das lässt sich wiederum bestimmt nach Belieben inverschiedene Geschmacksrichtungen umwandeln, Vanille kommt mir spontan in den Sinn :)

Fazit
Carob kann wirklich gut schmecken, auch wenn es eines bestimmt nicht tut: nach Schokolade schmecken! Man kann sich Brotaufstrich und „Schokoladen“-Tafeln zaubern, um den süßen Hunger zwischendurch  zu stillen. Aallerdings darf man wirklich keine Wunder erwarten: Schokolade bleibt Schokolade und Carob halt Carob. Das ist in meinen Augen etwas völlig anderes.
Dennoch: auf jeden Fall einen Versuch wert – und mit ein wenig Mut gewöhn ich mich vielleicht sogar an ein Carob-Getränk, auch wenn mir das nach dem ersten Versuch unwahrscheinlich erscheint ;)

Ich wünsche viel Freude beim Nachmachen!
Eure PeggyDoo

Von den Anfängen, alles Käse – und wie man eine Pizza auch ohne Tomatensoße genießen kann

MoinMoin,

heute Morgen bin ich bei Vogelgezwitscher erwacht :) Dazu muss ich mir doch nochmal vor Augen halten: es ist Ende Oktober, eigentlich sollten die süßen kleinen Piepmätze sich schon mal eine warme Unterkunft suchen. Aber es ist so fantastisches Wetter im Moment dass ich glatt verstehen kann wenn die kleinen Vögelchen einfach nur glücklich piepsen möchten. Würd ich auch machen, wenn ich nicht arbeiten müsste ;)

Inspiriert von diesem Wetter ist mir gerade spontan nach einem Herbstspaziergang – nur dass sich die Temperaturen nach Feierabend auch gleich schon wieder von einer ganz anderen Seite zeigen. Ich hab mal versucht, das für euch einzufangen. Jaja, ich gebe zu, der Charme des Industriegebietes kommt bei dem Foto aus meinem Bürofenster doch noch ganz schön zu tragen :D Aber immerhin, ich sehe Himmel und einige Bäume – das ist doch schon mal was ;)

Herbsttraum

Ich habe übrigens kürzlich ein Quilt/Patchwork-Kurs mit einer guten Freundin belegt und beim anschließenden  „AufDenAktuellenStandBringen“ hat sie mir von einer Freundin erzählt, die offenbar grade mitten in der Eliminierungs-Diät ist, um Ihre Migräne hinter sich zu lassen und hoffentlich mit einer histaminarmen Ernährung eine Lösung für sich zu finden. ich erinnere mich noch sehr genau an die Anfangszeit. Ich war total desillusioniert und habe gedacht ich dürfte und könnte überhaupt nichts mehr essen. Das fand ich alles total furchtbar. Aber bitte halt durch – ich weiß ja dass Sie dir den Link zum Blog gegeben hat, darum hier ein paar Tipps und hoffentlich Mut machende Worte von mir. Es sieht alles am Anfang schlimmer aus, als es ist. Zugegeben, ich vermisse einige Sache immer noch, habe aber mittlerweile sehr gute Alternativen für mich gefunden. Und wenn die Diagnose klar ist, lässt man auch gerne Lebensmittel weg, weil man weiß dass es einem dann endlich besser geht.

Ein kleines Beispiel ist Käse. Ich liiieeeebeeee extra alten Gouda! in Holland auf dem Markt habe ich mir liebend gerne diese kleinen Dosen mit Bruchstückchen geholt und die während der Stadtbummel geschnuckert. Je mehr knusprige Kristalle drin sind, desto toller! Dass das kein wirklich gutes Ende genommen hat könnt ihr euch denken. Selbiges gilt übrigens für Schimmelkäse. Blauschimmel – köstlich!!! Aber auch da geb ich mir mittlerweile höchstens eine halbe Stunde nach Verzehr bevor die ersten Symptome eintreten – daher gönn ich mir den Spaß erst gar nicht. Früher gab es häufiger mal Käseplatte mit Obst, und da ich danach immer Probleme hatte, habe ich erst gedacht ich könnte gar kein Käse mehr vertragen. Mittlerweile weiß ich, dass ich einige Sorten doch ganz gut vertrage – und auch die können wirklich lecker sein. Junger Gouda zum Beispiel geht problemlos, ebenso frischer, ungereifter Brie/Weichkäse. und die Käseplatten werden mittlerweile wieder angepasst ;-)

Kürzlich zum Beispiel gab es Ofenkäse mit frischen Kartoffeln und Avocadocreme.

Dafür kaufe ich nicht den „Ofenkäse“ sondern normalen Weichkäse in einer Holzschachtel. Dabei achte ich darauf, dass er noch möglichst fest und somit nur leicht gereift ist. Der Käse wird dann noch mit frischen Knoblauchzehen (in Scheiben geschnitten) gespickt und kommt dann ab in den Ofen. Wer mag und das verträgt kann noch einen kleinen Schuss Weißwein oben auf geben. Nach 30 Minuten auf 180-200Grad ist der Käse verzehrfertig und die Kartoffeln in der Regel auch schon fertig. Da ich Avocados ebenfalls sehr sehr gerne esse und diese auch sehr gut vertrage, gab es dazu eine Guacamole.

Ofenkäse

Ein einfaches, schnelles Essen, was nach der ersten Anlaufphase einfach mal ausgetestet werden kann.

Und die Avocado findet sich auch in unserem Essen von gestern Abend wieder.

Was ich immer noch wirklich vermisse sind Tomaten. Das habe ich – ähnlich wie bei meiner Käsevorliebe – nun leider schmerzlich feststellen müssen: Tomaten gehen bei mir einfach nicht. Aber so eine schlichte, leckere Pizza, wie soll denn die bitte ohne Tomaten gehen?? Ich habe diese Paprikamark-Tuben für mich entdeckt. Die enthalten immer noch ein bisschen Tomatenmark, sind von der Konzentration aber dennoch recht gut verträglich. Alternativ kann man natürlich Paprika-Ketchup selber machen. Für die Soße haben wir gestern jedenfalls Creme Fraiche mit diesem Paprikamark genommen und auf den für knapp 10 Minuten vorgebackenen Teig gegeben. Dann haben wir die Pizza belegt. Ich finde man erkennt recht gut, welche Seite nicht die meine ist J Das hat auch den Vorteil, dass ich meiner Frau nichts weg essen kann – da ist sie auf der sicheren Seite ;-) Thunfisch, Tomaten und eingelegte Artischocken – ich schätze ich würde grade mal 10 Minuten aufrecht sitzen, dann würde es mich umhauen.

Pizza

Stattdessen habe ich mich lieber an Altbewährtes gehalten und meine Seite mit Avocado und Mango belegt. Lecker :D

So, und jetzt genieße ich noch ein wenig den Sonnenschein, der hier auf meinen Schreibtisch fällt, bevor meine Mittagspause auch schon wieder vorbei ist.

Ich hoffe, ich konnte euch mal wieder ein paar Anregungen geben und freue mich schon auf den nächsten post – vielleicht schon mit tollen neuen Nachrichten.

Viele Grüße und viel Spaß beim kochen und backen

eure PeggyDoo

Ganz viele, große Neuigkeiten – und warum die Torte anders wurde als geplant

MoinMoin,

heute beschränke ich mich mal nicht auf histamintaugliche Rezepte, da ich als Trauzeugin für die Verpflegung der Gäste zuständig war, und das in voller Vielfalt und vollem Umfang gewährleisten wollte. Dazu als Hintergrundinformation: meine liebe Freundin, die ich seit der Schulzeit kenne, hat geheiratet. und das nicht zu Hause bei sich, sondern hier im schönen Hamburg. Ganz klar, dass ich den Tag zu etwas besonderem machen wollte – was er ja eh schon ist, aber ich wollte halt ein kleines Stückchen dazu beitragen.

Also habe ich tatsächlich schon Wochen vorher mein kleines Köpfchen zermürbt, was ich denn bloß alles kochen und backen kann, damit auch die Verpflegung für alle perfekt wird. Es muss also von jedem etwas dabei sein. Und weil zwischen Standesamt und Essen am Abend einige Stunden Zeit waren, um zum einen das schöne Hamburg zu besichtigen oder zum anderen – mich eingeschlossen – mit dem Brautpaar auf Foto-Tournee zu gehen, musste auch alles mobil und in kleinen Portionen vorliegen.
Heraus gekommen ist folgendes: Für die Hamburg Touristen gab es eine Lunch-Tüte, die

- ein kleines Rührküchlein (mit Herzchen innen)
- zwei Sandwiches
- zwei Corn Dogs (Würstchen im Teigmantel)
- zwei CakePops
- 2 Pikkoloflaschen Hugo

enthielten. Für das Brautpaar inkl. uns Trauzeugen und Fotografen gab es selbige Köstlichkeiten, nur in einem großen Picknick-Korb verpackt.  Dazu selbstgemachte Zitronen-Ingwer-Limo, Hugo, Wasser und Wein. Aber eigentlich hätten ein bis zwei Thermoskannen Kaffee gereicht – die hatte ich leider vergessen :(

Wie dem auch sei: ihr könnt euch vorstellen dass ich ein Weilchen beschäftigt war und mir sogar einen Tag frei nehmen musste, um das alles zu schaffen. Aber die Krönung der ganzen Sache war natürlich die Torte. Da lege ich immer einen ganz besonderen Ehrgeiz an den Tag – zumindest für meine Nicht-Konditor-Verhältnisse ;)
da wir nur eine kleine runde waren, sollte es nur eine Einstöckige sein, dafür aber klassisch.  Eigentlich wollte ich Sie mit zuckerspitze verzieren, die ich extra in England bestellt habe – daraus ist aber leider nichts geworden. Also musste eine Alternative her, und ich habe Fondant eingefärbt und daraus Verzierungen geformt. Nicht perfekt, aber durchaus vorzeigbar ;) Ihr könnt ja schauen, was dabei heraus gekommen ist:
Hochzeitstorte-1 Hochzeitstorte-2 Hochzeitstorte-3
Dazu muss ich sagen: ich mag es überhaupt nicht, wenn Torten so furchtbar süß und fett sind. Besonders da ich wusste, dass wir den Abend über sitzen und hervorragend essen werden  habe ich mich mit der Creme zurück gehalten und auch kein Marzipan, sondern Fondant genommen.  Und es kam wie befürchtet: eigentlich waren wir alle papp satt als die Torte serviert wurde :D Aber ein klitzekleines Stück haben wir dann doch noch alle gegessen :)

Auch ohne Hochzeit kann ich das Restaurant, in dem wir gegessen haben, übrigens sehr empfehlen. Für alle, die einen Abstecher nach Hamburg machen: schaut doch mal im Tschebull vorbei. Das Restaurant ist direkt in der Innenstadt im Levantehaus, bietet österreichische Küche vom Feinsten und der Service lässt nichts zu wünschen übrig. Auf jeden Fall einen Besuch wert!

Und um dieses tolle Wochenende noch zu krönen, gab es zur tollen Hochzeit noch eine ganz besonders schöne Nachricht für uns. Wir konnten den Mietvertrag für eine neue Wohnung unterschrieben, besser gesagt für eine Doppelhaus-Hälfte mit Garten. Ein Garten!!!! Und das in Hamburg!! Ihr Lieben, Hamburg ist wunderschön grün, und an jeder Ecke ist ein Park, der zum verweilen einlädt, aber so ein kleiner, eigener Garten ist schon etwas Besonderes – zumal ich jedes Mal, wenn ich auf Heimbesuch war, neidvoll wieder zurück komme. In der Regel mit einer riesen Zucchini oder ähnlichem im Gepäck. Das wird in Zukunft dann anders! Wir werden unsere eigenen Zucchini, Tomaten und Salate ziehen und damit wundervolle Gerichte zaubern! Darauf dürft ihr euch schon mal freuen – wir tun es zumindest schon!

Und wir werden eine Menge Ruhe haben: keine großen Straßen oder Busparkplätze oder Kloster, die sonntags ab 9 Uhr in einem durch läuten. Das wird ein ganz neues Schlaf-Erlebnis ;-) Hach, was wird das schön werden!

Und den anstehenden Umzugsstress werden wir bestimmt auch prima wuppen – zumindest bin ich noch ganz guter Dinge ;-)

So, das waren eine Menge Neuigkeiten, und jetzt werde ich mich mal wieder auf die neuen Rezepte konzentrieren, die ich für euch zaubern kann. Bestimmt fällt mir noch einiges ein!

Liebe Grüße
Eure PeggyDoo

Vom Bangen und Hoffen auf ein Ja – und zum Durchhalten gab es Tartes

MoinMoin,

der Herbst kam plötzlich mit riesen Schritten angerannt und hat sich nieder gelassen. Besonders nachts und morgens ist es schon bitterböse Kalt. Dabei bin ich doch so ein Sonnenkind. Und als bekennende Nicht-Frühaufsteherin vereinfacht mir das nicht gerade den Start in den Tag. L Aber momentan schwirren mir auch noch andere Dinge im Kopf. Mit fehlt ein klares und lautes Ja zum neuen Glück! Nicht von meiner Frau – da haben wir ja bereits die Ringe ausgetauscht. Aber seit geraumer Zeit spielen wir mit dem Gedanken, umzuziehen. Ich würde gerne ins Grüne, am liebsten weiter raus. Meine Frau hat auch nichts gegen Grün, aber die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel darf nicht fehlen.

Da wir aber eine schöne Wohnung haben, war das bisher immer ein Gedanke, der noch nicht so recht in die Tat umgesetzt wurde. Wir haben zwar immer mal wieder geschaut und auch schon schöne Sachen gesehen, aber sind noch nie aktiv geworden. Und dann passierte es: ein Haus, aus heiterem Himmel – zur MIETE!!! Und das in Hamburg!! Im Grünen, perfekte Anbindung Dank U-Bahn in direkter Nähe. Und obwohl wir schon einige Anzeigen gesehen haben die mindestens ebenso toll klangen und keine Maklercourtage angefallen wäre, wollten wir dieses Schmuckstück doch gerne sehen.

Also habe ich direkt beim Makler angerufen und einen Termin vereinbart. Und wie befürchtet mussten wir uns eingestehen: ja, wir wollen. Wir wollen sogar richtig dolle!! Ein ganz klares, laute JA! Aber natürlich sind wir nicht die einzigen, die wollen. Also heißt es geduldig sein und hoffen, dass wir in guter und sympathischer Erinnerung geblieben sind. Und wir dem Vermieter empfohlen werden, damit wir ebenfalls ein JA bekommen. Aber das sagt sich so einfach. Denn zu wissen, dass man in Konkurrenz mit X weiteren Personen steht und nichts für seinen Erfolg tun kann, ist wirklich gemein – besonders wenn man einmal dieses kleine, schmucke Häuschen gesehen hat. Erwähnte ich schon dass ich dazu neige, mich auf etwas zu versteifen, dass ich unbedingt haben möchte?? Da werden Minuten zu Stunden, Stunden zu Tagen und Tage zu Wochen. Ich warte also schon gefühlt mind. Einen Monat auf eine Rückmeldung des Maklers und starre ununterbrochen auf mein Handy. Ganz schön anstrengend auf Dauer :(

Aber um die Zeit dennoch irgendwie rum zu bekommen, hatten wir einige Unterstützung: Familienbesuch aus dem Pott, meiner alten Heimat :D Da wurde viel unternommen, und das war auch gut so! Denn ansonsten wäre ich versucht gewesen, täglich beim Makler anzurufen :D

So wurde gekocht und gebacken und geschlendert und geshoppt was das Zeug hielt – du meine Güte, war das teuer :O Aber auch schön!

Aber um mal in die Küche zurück zu kommen: meine ganz großen Favoriten momentan sind Quiches und Tartes – die versüßen die Wartezeit! Zwei davon gab es diese Woche alleine aus der „Lust auf Genuß“ September. Bei der Kürbis-Quiche von gestern Abend war es allerdings schon so dunkel, dass ich kaum ein vernünftiges Foto zustande gebracht habe. Euch muss daher leider ein kleiner Eindruck genügen – Rezept folgt im nächsten Post ;-)

Aber was ich sagen kann ist folgendes: Lecker ! Auf jeden Fall nachmachen!

Schaut selbst:

 

FeigenTarte2 FeigenTrate-1

Feigen-Tarte (mit oder ohne Schinken) – etwas abgewandelt ;)

100 Gramm Mascarpone
2 Eigelb
100 Gramm saure Sahne
1 Pr. Meersalz
1 Pr. Pfeffer (ich vertrage weißen sehr gut)
5 frische Feigen
½ Bund Thymian (ich habe 2 TL Getrockneten bekommen, da ich keinen frischen bekommen habe)
3 TL flüssiger Honig
Saft von ½ Orange
Schinken nach Geschmack und Verträglichkeit
300 Gramm Filo-/Yufka-Teigblätter (ich habe Blätterteig genommen da ich keinen Filoteig mehr bekommen habe)
6 EL Pinienkerne

Den Ofen bei Ober-/Unterhitze auf 220Grad vorheizen.
Die Quicheform einfetten und mit dem Teig auslegen. Wer Filo-Teig nutzt, sollte wahrscheinlich mind. 5-6 Lagen nutzen, bei Blätterteig ist das nicht ganz so schwer ;) Dann Mascarpone, Eigelb, saure Sahne, Thymian (bei frischem nur die Blätter), Meersalz und Pfeffer im TM für 30Sek./St. 3 verrühren und auf dem Teig verteilen.

Die Feigen waschen und Kopf/Spitze abschneiden. Dann in ca. 1cm dicke Scheiben schneiden und auf der Masse verteilen. Den Orangensaft mit dem Honig für 1 Min/St. 3/50 Grad rühren und auf die Feigen tröpfeln (wenn noch etwas übrig ist schmeckt das auch hervorragend, wenn man es nach dem Backen noch drüber träufelt).

Anschließend die Pinienkerne großzügig verteilen und je nach Geschmack noch Thymian drüber streuen. Dann ab in den Ofen und etwa 20-25Min backen. Nach dem Backen kann dann – für alle die es mögen und vertragen – noch Schicken auf die heiße Tarte gelegt werden. Köstlich!!!

Die Kürbis-Quiche mit Schafskäse liefer ich dann noch nach! Berichtet mal ob es euch geschmeckt hat!

Und drückt bitte ganz dolle die Daumen, dass wir ein JA bekommen für das kleine Traumhäuschen!

Liebe Grüße
Eure PegyDoo

 

Der große Pflaumen-Reinfall und wohin jetzt mit dem leckeren Obst?

MoinMoin,

da haben wir’s mal wieder: seit fast einem Jahr weiß ich jetzt, dass ich eine Histaminintoleranz habe, und immer wieder falle ich auf Lebensmittel rein, bei denen ich einfach nichts Böses vermute :(

Neulich war ich auf einem Kurzbesuch bei meinen Eltern. Da gibt es immer seeehr leckeres Essen, der Lebensgefährte meiner Mutter kann wirklich gut kochen und die Kuchen von meiner Mami sind auch grandios! Allerdings vergessen beide immer wieder gerne, auf was man bei mir alles achten muss, so dass ich eigentlich immer leichte Probleme habe, wenn ich da etwas von den Leckereien esse. Egal, das kalkulier ich eigentlich ein und lasse nur die gaaaanz bösen Sachen weg, so auch das letzte Mal. Hat mich also nicht gewundert, dass ich mal wieder irgendetwas nicht so gut vertragen habe – aber auf den superleckeren Pflaumenkuchen von meiner Mama wär ich jetzt wirklich nicht als Ursache gekommen.

Ganz im Gegenteil!
Der Baum hängt noch voll? Ach was! Na klar wollen wir Pflaumen pflücken!! Und dann haben wir auch fast einen Eimer Pflaumen entsteint und gut vakuumiert mit in den Norden genommen und hier ab in die Tiefkühltruhe gepackt – denn sooo einen leckeren Pflaumenkuchen muss ich auch hinkriegen ;) Wollte ihn dann auch ganz stolz hier auf den Blog stellen ;)

Und gestern war es dann so weit. Erst mal sollte es Krumble geben, also die schon fertig geschnittenen Pflaumen ab in die kleine Auflaufform und ein bisschen Vanillezucker und Zimt drüber – dann die Streusel in Sekunden im TM gezaubert und ab in den Ofen! Und dann am besten noch warm verputzen – war das lecker!! Für ein Foto hat’s nicht mal gereicht, weil schon alles bis auf eine kleine Restportion verputzt war.

Danach hatte ich dann ordentlich Sodbrennen, hab’s aber als nicht so störend empfunden, dass ich mir Gedanken gemacht hätte. Und heute Vormittag wurden die Probleme dann doch etwas massiver  :( Hmmm, woran kann das denn bloß liegen, habe doch gestern nur Nudeln mit Gemüse und die Pflaumen gehabt… Schau‘n wir doch – zugegebener Maßen nach einer halben Ewigkeit – mal wieder auf die schlaue Liste mit DO- und DONT-Lebensmitteln.  Huch, Pflaumen??? In der roten Kategorie?? Tja, dumm nur, dass ich bereits vor Blick auf die Liste schon die Restportion von gestern verputzt hatte :( Das verspricht ein wundervoller Tag zu werden!

Und jetzt stelle ich hier mal die alles entscheidende Frage: Was mache ich, um Gottes Willen, mit einer Kühltruhe voller Pflaumen, die ich gar nicht essen kann???

Und was in aller Welt ist das für ein Automatismus, der mein Gehirn immer noch dazu bringt, unbequeme Wahrheiten auszublenden? Statt sich da vorher mal Gedanken drüber zu machen! Aber nein, ich muss irgendwie immer erst auf mein Prinzessinnen-Popo fallen, um mal wieder zu bemerken, dass ich mehr auf die Ernährung achten muss – und dabei habe ich noch Glück und vertrage ganz viele Dinge, die andere nur angucken müssen um schon die schlimmsten Symptome zu bekommen. Das passiert mir in regelmäßigen Abständen. Habt ihr das auch, dass euch gerne mal was durch flutscht? Oder gar bewusst unterbewusst durchgeflutscht/-schleust wird, sozusagen? Denn eigentlich waren die Anzeigen ja da, ich habe nur auf Durchzug gestellt.

Heute jedenfalls wird der restliche Tag nicht mehr so angenehm wie geplant – und das bei zwei noch anstehenden Terminen am Spätnachmittag und Abend.

Hoffen wir mal, dass ich das schlimmste bis dahin hinter mir habe.

Und jetzt bin ich mal gespannt – was sind eure häufigsten oder unangenehmsten Ausrutscher gewesen?

LG, heute mal ohne Rezept zum nachkochen oder –backen

Eure PeggyDoo

Ganz kleine Fische und die große Wirkung von Tomaten

MoinMoin,

ich kann es kaum fassen, auf meiner Facebook-Seite habe ich jetzt schon über 100 Likes! :D Das freut mich wirklich riesig, und ich überlege schon die ganze Zeit, wie ich mich bedanken kann. Wahrscheinlich zu Beginn einfach, indem ich weiter fleißig schreibe und Rezepte poste ;-) Sollte das weiter so rasant nach oben gehen, werde ich mir aber mal ein dickes Dankeschön einfallen lassen.

Heute möchte ich euch etwas zeigen, dass wir neulich schon einmal „gekocht“ haben und davon so wahnsinnig begeistert waren, dass es mein inniger Wunsch war, es nochmal auf den Tisch zu bekommen.“Ceviche“ habe ich das erste Mal im Urlaub gegessen und war sofort begeistert. Die Tatsache, dass Fisch kalt garen kann, einzig durch den Saft von Zitrone/Limette, fand ich nicht nur faszinierend, sondern auch höchst schmackhaft. Daher haben wir nach einem Rezept Ausschau gehalten um so etwas Feines auch auf den heimischen Tisch zu zaubern. Fündig geworden sind wir bei keinem geringeren als Tim Mälzer – und ich muss sagen: das Rezept ist definitiv ein Highlight, wenn der Herd mal kalt bleiben soll. Allerdings muss ich zugeben, dass es bei Histaminintoleranz einige Risiken birgt, je nach Empfindlichkeit. Das könnt nur ihr individuell entscheiden – bei mir ist es ganz gut verträglich, obwohl es das eigentlich nicht dürfte ;)

Aber lest und entscheidet am besten selbst!

Für diese und andere Fisch-Zaubereien geht meine Frau immer zu unserem Lieblings-Fischhändler. Dieser hat immer nur ein paar Fische im Angebot, dafür ganz frisch und wahnsinnig gute Qualität. Und ich darf sagen: trotz Histaminintoleranz sehr gut verträglich – also darf man von sehr, sehr frisch ausgehen ;)

Dann wäre da noch das Risiko mit dem Zitronensaft zu klären. Wenn‘s zu viel wird, ist Zitrone bei mir ein Problem, Limette wiederum funktioniert deutlich besser. Einfach mal ausprobieren ;)

Bei Avocados sind bei mir die glatten deutlich besser verträglich als die schrumpeligen, darum gönn ich mir für solche Gerichte auch mal ein Häppchen Avocado.

Ihr braucht also folgende Zutaten für ca. 4 kl. Vorspeisenportionen (alles nach Verträglichkeit bitte individuell entscheiden):

400g Fischfilet hell (z.B. Dorade)
150 ml Limettensaft, frisch gepresst (ca. 4-5 Limetten)
3-4 EL Olivenöl
3 Frühlingszwiebeln
1 Mango
1 Pr. Chilli
2 Avocados
Für alle die es mögen: ein Bund Koriander

Das Fischfilet ordentlich entgräten und dann in kleine (winzig kleine) Würfelchen schneiden. Oder so wie ich gestern grob Stückeln und für 2 Sek/Stufe 6-7 kurz im Thermomix zerkleinern ;)
Dann in eine Schüssel geben und mit dem Limettensaft übergießen, so dass es komplett bedeckt ist. Dazu 2 EL Olivenöl geben und alles ordentlich durchmischen. Dann ab in den Kühlschrank, für 30min.

Während dieser Zeit Mango, Avocados und Frühlingszwiebeln klein schneiden und mit dem restlichen Olivenöl und Gewürzen abschmecken. Alle die es mögen können an dieser Stelle auch noch den kleingeschnittenen Koriander unterrühren (ich muss hier mal in aller Förmlichkeit meine tiefe Abneigung gegen dieses Kraut formulieren! BAH!!!).

Wenn der Fisch durchgezogen ist (nach 30Min. sollte er fast weiß sein, die Säure hat ihn sozusagen durchgegart), 1 bis 2 EL von dem Limetten-Saft zu der Mango-Avocado-Mischung geben, und diese auf den Tellern drapieren – ich habe einen Servier-Ring dafür genutzt.

Anschließend den Fisch kurz abgießen und auf dem Salat verteilen.

Das kann dann noch mit etwas Olivenöl beträufelt werden und mit Salatblättern oder gar Koriander verziert werden. Bei uns kam es ganz ohne Schnörkel ;)

Ceviche Ceviche 2 Ceviche 3

Und dafür, dass in diesem Gericht so viele NoGo’s sind, fehlt es mir an Verständnis, warum ich es trotzdem hervorragend vertrage – aber wie gesagt, ich denke das ist wirklich ganz individuell, bitte seid vorsichtig!

Dazu muss sich noch erzählen: ich war Ende letzter Woche sowie über das Wochenende beruflich unterwegs, daher blieb der Kühlschrank leer, und am Sonntagabend haben wir spontan entschlossen, mal was zu bestellen. Die Wahl fiel auf indische Küche, und ich hatte schon ein paar Befürchtungen.  Aber mit Hähnchen in Joghurt-Kokos-Soße mit Mango sollte doch alles gut gehen. Denkste! Ich reisse die Packung auf und die Soße ist rot!! Die haben einfach die normale Tomaten-Soße als Basis genommen :( Ich gebe zu, lecker war’s, auch wenn ich kaum Soße gegessen habe und mich darauf beschränkt  habe, die Fleisch-Stückchen möglichst ohne Soße mit Reis zu essen. Aber natürlich hatte ich dann trotzdem zwei Tage lang Probleme :( Ich glaube ich kann im Vergleich Avocados und Fisch in Massen essen, aber eine kleine Tomate haut mich völlig aus den Socken. So unterschiedlich ist das wohl :(

Nun ja, ich hoffe jedenfalls, es schmeckt euch!

Viel Spaß beim nach“kochen“!
Eure PeggyDoo

Von Verkehrsrüpeln und Karotten mal ganz anders

MoinMoin,

da bin ich doch glatt heute Morgen von einem Raser genötigt worden und hatte Angst um meine Stoßstange wie noch nie in meinem Leben. Als ich Dank seiner Huptiraden und dem Fernlicht klein bei geben musste und auf die rechte Spur ausgewichen bin, hat er mir tatsächlich im Vorbeifahren noch den Mittelfinger gezeigt :( Und das schlimmste an der ganzen Sache: der gute Mann wird das immer wieder und wieder machen, weil ja im Zweifel Aussage gegen Aussage steht – in dem Fall hatte er sogar noch eine Beifahrerin. Ihr glaubt garnicht, wie wütend mich das heute Morgen gemacht hat!

Da erhellt sich meine Laune nur durch den Gedanken an das fantastische Essen vom gestrigen Abend. Ich habe neulich meinen Gelüsten nachgegeben und ein riesen Bund Karotten kauft, weil sie halt einfach so toll aussahen mit dem ganzen frischen Grün oben dran. Und so ein Bund Möhren kann ganz schön groß sein :(

Im Rohkostsalat waren ja nun auch schon welche drin. Und Möhrengemüse mit Reis gab‘s auch schon. Und immer noch Möhren übrig, die weg müssen. Aber schon wieder Suppe? Also, wenn‘s nach mir ginge sofort – ich bin ja jetzt der totale Suppenkasper – andererseits ist da noch ein Rest von der wahnsinnig leckeren Kürbissuppe eingefroren.

Mir fehlte irgendwie die zündende Idee – bis ich im Netzt bei chefkoch.de über Karotten-Frikadellen gestolpert bin.  Das muss doch auch im Thermomix gehen – als ran an den Speck :)

Ihr braucht:
700g Karotten
100g Milch
40g Butter
2 – 10 EL Grieß (laut Rezept langen 2, ich brauchte mind. 10)
1 Ei
1 TL Salz/0,5 TL Pfeffer
Ich hab noch ein Bund glatte Petersilie mit rein getan

Die Karotten raspeln – also ab in den Mixtopf und 5-7 Sek./Stufe 8 zerkleinern. Dann die Petersilie ohne Stängel dazu und ebenfalls nochmal kurz zerkleinern lassen (ggf. den Spatel zu Hilfe nehmen). Die Milch und die Butter zugeben und 10Min./Varoma/Stufe 2-3 erhitzen. Dann den Grieß zugeben (ich würde mit 2 EL anfangen) und ca. 3 Minuten ohne Temperatur auf Stufe 3 Rühren lassen, bis ihr merkt, dass es fester wird. Die Masse muss aber schon ordentlich dick werden, da ja später noch ein Ei rein kommt, was es wieder dünner macht – also so viel Grieß nachgeben, bis ihr eine relativ dicke Masse bekommt. Dann die Masse auf 37 Grad runter kühlen lassen (ich stelle dafür den Topf immer im Spülbecken in kaltes Wasser – habe ihn ca. 10 Min drin gelassen.) Bei 37Grad das Ei unterrühren lassen und Salz und Pfeffer beigeben. Ihr könnt auch schon mal die Pfanne auf den Herd stellen und aufheizen. Jetzt mit dem Spatel  die Masse portionsweise in die Pfanne geben und daraus „Frikadellen“ braten.

KarottenFrikadellenBei uns gab es dazu Rosmarin-Kartoffelspalten aus dem Ofen und für mich selbstgemachte Mayo (mit Branntwein-Essig ist die für mich ganz gut verträglich), für meine Frau die Currysauce Sansibar in extra scharfer Variante :)

Ihr werdet überrascht sein, wie lecker die Frikadellen sind! Sie schmecken irgendwie leicht süßlich, aber dennoch würzig – auf jeden Fall einen Versuch wert! Und auch für die Fleisch-Liebhaber (ich zähle mich zu meiner Schande dazu) eine wirklich leckere Alternative.

Ich wünsche euch noch einen fantastischen Tag und natürlich viel Spaß beim Nachkochen!

Liebe Grüße

Eure PeggyDoo

Der perfekte Flammkuchen, nicht ganz so perfekte Milchschnitten und nörgeln und pöbeln am Montagmorgen – was sein muss, muss sein!

MoinMoin,

kennt ihr diese Montagmorgen, an denen ihr am liebsten liegen bleiben würdet, weil schon mit dem ersten Augenaufschlag alles schief läuft? Dann wisst ihr, was gestern für ein Tag bei mir war.

Augen auf, und der erste Gedanke ist: „Mist, ich hab Nackenschmerzen“.  Dann der Blick aus dem Fenster: alles grau und ziemlich, ziemlich nass. Und das Packen der Sachen hat natürlich viel länger gedauert als gedacht und damit man dann den Einkauf vorm Büro erst recht nicht mehr schafft hat man 4 LKW vor sich, womit sich die Wartezeit an der Ampel vervielfacht. Noch zu erwähnen natürlich der kleine Wutanfall, weil man so schlau war und mit seinem Schal die Handtaschenträger umwickelt hat, so dass man diese erst mal im Regen entwuseln muss bevor man ins Auto einsteigen kann :D

Wie ihr seht, nehm ich‘s mittlerweile mit Humor, aber gestern Morgen war ich kurz vor einem Nervenzusammenbruch.  Dabei war das Wochenende so vielversprechend – warum dann nicht auch der Wochenstart?

Von unserer Markt-Tour am Samstag habe ich ja schon erzählt, die war wunderbar! Und Sonntag war ich immer so noch in Räum- und Putzlaune, dass ich gleich weiter gemacht habe :) Wenn ich einmal losgelassen, sag ich da nur. Mit der Zahnbürste habe ich die Fugen geschrubbt :D :D Und zwischendurch natürlich auch gekocht und gebacken :) Das muss ja sein…

Gebacken habe ich, wie angekündigt, Milchschnitten. Und da ging es auch schon los, das Drama. Der Teig/Boden war mir zu dick – aber nicht so dick dass ich mich getraut hätte, den in der Mitte durch zu schneiden. Also habe ich den Teig nur in der Fläche halbiert um ihn dann zusammen zu klappen – was ziemlich hohe Milchschnitten gab – entsprechend trocken ist es dann auch im Mund bei so viel Teig :( So war das nicht geplant! Und dann das eigentliche Drama: die Creme war eben keine Creme sondern Suppe. Die wollte einfach nicht fest werden, obwohl ich mich genau an das Rezept gehalten habe. Da war ich ganz schön verärgert – die Schnittchen sollten nämlich gestern eigentlich schon Leute beglücken. Stattdessen musste ich mir was einfallen lassen, damit die ganze Plörre (böses Wort dafür dass es eigentlich fantastisch schmeckt. Aber es war nunmal völlig ungeeignet, um das zwischen zwei Bisquitschichten zu schmieren) nicht wieder raus läuft. Also ab ins Eisfach und das werden jetzt Eis-Schnitten.  Vielleicht schmecken sie dann nicht ganz so trocken ;-)

Michschnitten MichschnittenWer‘s trotzdem ausprobieren möchte um es besser zu machen, findet das Rezept in der Rezeptwelt.

Beim Abendessen hab ich mich dann aber mal wieder richtig ins Zeug gelegt! Ich hatte ein Rezept für Flammkuchen mit Ziegenkäse entdeckt und wollte das unbedingt im Thermomix ausprobieren – und obwohl ich während der Zubereitung festgestellt habe, dass mir die wichtigsten Zutaten für den Belag fehlten, habe ich gut improvisieren können J Statt Schmand habe ich Frischkäse mit ein wenig Sahne verrührt und statt Frühlingszwiebeln habe ich Lauch genommen.

Ihr braucht folgende Zutaten:

220 g Mehl
15 g Öl (ich habe Olivenöl genommen)
125 g Wasser
1 TL Salz
200 g Schmand
1 Bund Frühlingszwiebeln (Alternativ Lauch oder normale Zwiebeln)
2 Rollen Ziegenkäse (bei mir gut verträglich, aber bitte aufpassen, dass es keine Rohmilch-Variante ist)
Frisches Rosmarin (habe 1 langen Stängel pro Flammkuchen benutzt)
Honig nach Geschmack

Als erstes den Backofen vorheizen, bei Ober- und Unterhitze auf 250 Grad.
Aus Mehl, Wasser, Öl und Salz könnt ihr binnen 2,5 Min mit der Teigknetstufe einen prima Teig herstellen.  Den Teig teilen und auf einer gute bemehlten Fläche dünn ausrollen. Wenn er noch zu klebrig ist, einfach ordentlich einmehlen. Dann jeweils eine Hälfte auf ein Backblech legen und mit Schmand einstreichen. Die Ziegenkäse-Rolle in Streifen schneiden und verteilen, ebenso die Frühlingszwiebeln und die Rosmarin-Nadeln. (Ich habe beim zweiten Blech die Nadeln erst nach dem Backen verteilt, das war auch sehr lecker!) Dann ca. 10 Minuten mit Sichtkontakt backen – da der Teig so dünn ist kann der Flammkuchen auch schnell zu dunkel werden – je nach Backofen. Ich habe beide Bleche nacheinander gebacken.

Frisch aus dem Ofen direkt mit Honig beträufeln – die Menge je nach Geschmack.

Flammkuchen-2 Flammkuchen-1Der Teig ist sehr schön kross und die Kombination Ziegenkäse, Rosmarin und Honig schmeckt fantastisch.  Auf jeden Fall ausprobieren ;)

Ich bin gespannt, wie es euch schmeckt!

LG
eure PeggyDoo

Von Malzbierbot und Hühnerbrühe – wie man immer mal wieder was übersieht, aber auch Erfolge feiert

MoinMoin,

der Spätsommer hat uns nochmal eingeholt und zeigt sich hier in Hamburg von seiner schönsten Seite. Angenehm warm und sonnig. Das hat dazu geführt, dass wir den gestrigen Tag in vollen Zügen genießen konnten und viel unterwegs waren.

Die Glücksmarie hat uns glücklich gemacht – mich durch ganz bezaubernde Masking Tapes, unsere Freundin, die zu Besuch war, durch einen lang gesuchten Stoff für eine Krabbeldecke. Dann ging es weiter in die Schanze zu “Hallo Frau Nachbar”, der für dieses Jahr zum letzten vor der Winterpause stattgefunden hat. Das ist ein gemütlicher, kleiner Kreativmarkt, der besonders durch seine Lage besticht. Ich bin nämlich ein großer Freund des “Alten Mädchen”, und man kann einen Marktbesuch dort hervorragend mit einem Getränk und einer leckeren Stulle verbinden. Leider wird das ab nächstes Jahr in dieser Form wohl nicht mehr möglich sein, da die Fläche zu klein wird für all die interessierten Aussteller. Schade, meiner Meinung nach macht unter anderem dieser kleine Hof den Charme dieses Marktes aus.
Und zu guter Letzt gab es nach einer leckeren Kugel Eis noch ein Besuch bei den Wohngeschwistern, er mir ein wunderschönes Bonbonglas beschert hat. Das wird demnächst mit Leckereien aus dem Thermomix gefüllt – ich habe da schon ein paar Ideen ;)
Zu Hause angekommen waren wir noch so im Aktivismus, dass wir gleich die Vorratskammer und Küchenschränke aufgeräumt haben :D Es gibt schon verrückte Tage – ich glaube das gute Wetter war ausschlaggebend für diese kreative Laune. Und natürlich musste auch noch was aus dem Thermomix gezaubert werden.

Da die Frühstücksbrötchen fast alle verputzt waren, habe ich beschlossen, für Sonntag ein Brot zu backen. Ich bin im Blog von „Hamburger Liebe“ über ein Rezept gestolpert, das ich sehr ansprechend fand und unbedingt ausprobieren wollte. Also ran an das Gerät und direkt  umgesetzt.

Der Teig hatte eine doch recht schmierige Konsistenz, aber das hat mich nicht abgeschreckt. Und herausgekommen ist ein Brot, das sich sehen lassen kann!

Malzbierbrot
Erst im Nachhinein habe ich mir überlegt, warum kleine Alarmglocken schrillen wenn ich über Malzbier nachdenke. Ich trinke das sonst nicht, weil mir das viel zu süß ist – aber Zucker ist gar nicht so viel drin. Und damit hatte ich auch schon eine Erklärung: Fermentation :( Schade aber auch… Das letzte Mal, als ich etwas Fermentiertes getrunken habe (Hafermilch aus dem Laden), hatte ich einen Totalausfall – also ist bei dem Brot durchaus Vorsicht geboten – zumindest für Histaminempfindliche. Ich habe trotzdem heute Morgen eine Scheibe probiert und für extrem lecker befunden – die Verträglichkeit ist bei einer Scheibe für mich auch offensichtlich o.k. – dennoch werde ich Vorsicht walten lassen. Also Obacht für alle, die bei Histamin aufpassen müssen – für alle anderen gilt: ausprobieren, auch wenn man kein Malzbier mag (oder gerade dann) – es schmeckt wirklich fantastisch.

Anschliessend habe ich noch Suppengrundstock für Hühnerbrühe gemacht. Das ist immer wieder ein Ereignis, das mich wirklich glücklich macht. Und dabei so einfach.

Habt ihr mal auf die Inhaltsstoffe eines normalen Brühwürfels oder von Brühpulver geschaut?? Ich nenne jetzt mal keine Namen, aber die Marke mit den 2 G’s ist der vorprogrammierte Totalausfall für alle, die unter einer Histaminintoleranz leiden. Böser geht es kaum. Auch in vielen Bio-Produkten, bei denen man ja erst mal nichts Böses erwartet, sind häufig fiese Dinge versteckt, die auch für Menschen ohne Intoleranzen nicht gerade empfehlenswert sind. Vor dem Thermomix habe ich mir mit Salz und Pfeffer ausgeholfen und es ging auch irgendwie, aber ein bisschen vermisst habe ich die Würze natürlich trotzdem. Jetzt mache ich mir die Brühwürfel einfach selber, weiß genau was drin ist und vertage sie prima :) Und mit der entsprechenden Lagerung hat man auch mit Histaminintoleranz sehr lange was davon :)
Ihr könnt nach folgendem Rezept gehen, und bei starken Problemen mit Weißwein diesen einfach durch Wasser ersetzen. Ich variiere auch immer ein wenig bei den Kräutern und Gewürzen, aber das ist Geschmackssache.

Hühnerbrühpaste

Anschliessend fülle ich die Masse nicht, wie vorgeschlagen, in Gläser, sondern in eine große, flache Dose, die ich einfrieren kann, und packe diese direkt nach einer kurzen Abkühlungsphase in die Gefriertruhe. Durch das Salz friert die Masse zwar nicht ein, die Kälte verhindert aber die Produktion von Histamin, so dass man sehr lange etwas von seiner Brühpaste hat :) Ein guter Teelöffel genügt in der Regel für 500g Wasser. Und auch um Soßen den letzten Pfiff zu geben oder andere Gerichte zu würzen ist diese Paste eine große Hilfe.
Das Ganze gibt es natürlich auch noch in der vegetarischen/veganen Version oder in der für Fleischbrühe – wobei ich dabei das Rauchfleisch durch Rinder-Suppenfleisch und den Rotwein durch Weißwein ersetze.

Und da heute Sonntag ist und ich viel Zeit habe, um in der Küche zu werkeln, werde ich gleich noh selbstgemachte Michschnitten zaubern und die Gastgeschenke für Morgen vorbereiten. Ich freue mich schon auf neue Zaubereien aus der Küche, ihr auch?

Liebe Grüße
Eure PeggyDoo